Das sich selbst beobachtende Universum

Das sich selbst beobachtende Universum

Ich möchte hier einen Gedanken vorstellen der mir bei einer längeren Autofahrt während eines beeindruckenden Sonnenuntergangs am Horizont gekommen ist und mich seither nicht mehr losgelassen hat.

Um nichts auszulassen beginnen wir am Anfang. Also wirklich ganz am Anfang. Vor etwa 13.8 Milliarden Jahren. Hier werden wir Zeuge vom spektakulärsten und rätselhaftesten Ereignis aller Zeiten (Bis jetzt zumindest, wer weiß was noch kommt)

Der Urknall. Raum, Zeit und Materie platzen aus dem nichts heraus und das Universum war geboren. Gas und Gesteins Ansammlungen werden zu Sternen und Planeten, Raum expandiert und Zeit vergeht. So weit so gut.

Nun heißt das ja das der Ursprung aller Atome, die gesamte Materie (also wirklich viel man bedenke es gibt so viele Planeten und Sterne, das Wort „unzählig“ klingt maßlos untertrieben) auf dieses Ereignis zurückzuführen ist, also dies der größte (oder kleinste?) gemeinsame Nenner von allem ist. Also alles ist gleichermaßen Teil des Universums.

Nun ist unsere Erde wohl der spannendste uns bekannte Planet. Man kann  im Grunde sagen die Zahl der Atome der Erde ist immer schon in etwa gleich. Ja viele Atome zerfallen, Meteoriten treffen den Planeten und bringen neue, Raumschiffe verlassen die Erde, aber über den Daumen gerechnet bleibt die Zahl der Atome in etwa konstant.

Zu unser aller Glück ist vor etwa 3,8 Milliarden Jahren erstes Leben auf unserem Planten entstanden. Die Evolution nahm ihren Lauf, das Leben erobert die mit Wasser und Stein bedeckte Kugel im All. Pflanzen & Tiere aller Art entstehen, leben und sterben, ein sich immer wiederholender und auf sich weiter aufbauender Kreislauf ist in Gang gesetzt worden.

Okay das war jetzt eine kurze stark vereinfachte  Zusammenfassung dessen was in den letzten 13.8 Mrd Jahren so los war. Nun der eigentliche Punkt.

Wenn du, lieber Leser, jetzt in den Sternenhimmel blickst mit dem Bewusstsein darüber das die Atome die zb dein Auge formen, damals mit allem was existiert aus dem Urknall entstanden sind, unzählige andere organische Formen angenommen haben und jetzt in dem Moment genau die Anordnung haben die jetzt dein Auge darstellt, welches jetzt in dem Himmel blickt – Ist es dann nicht das Universum das sich selbst betrachtet?

ڪ

Man stelle sich vor (Aus der Perspektive des „Universums“ auch wenn das sehr abstrakt wirkt) was für ein langer Weg es war nun endlich den Punkt erreicht zu haben sich selbst durch die „eigenen“ Augen zu erblicken und, das wichtigste daran, sich dessen bewusst zu sein was man da für ein Wunder vor sich hat.

Bild von Free-Photos auf Pixabay

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